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Mein Schiff Kapitän im Gespräch mit Gästen
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Mein Schiff Kapitän: Mehr als ein Job mit Meerblick

Wer an einen Kapitän denkt, hat möglicherweise das folgende Klischee im Kopf: Ein älterer Mann mit Vollbart in weißer Uniform, der am Steuerrad steht und Pfeife rauchend in die Ferne blickt. Dieses Bild trifft natürlich keineswegs auf einen modernen Schiffsführer beziehungsweise eine moderne Schüffsführerin zu. Wie der Arbeitsalltag eines Kapitäns heutzutage aussieht, welche Aufgaben dazugehören und wie lange der Weg bis auf die Brücke eines (TUI Cruises) Schiffes ist, haben wir uns genauer angeschaut.

Es war einmal: Berühmte Seefahrer der Geschichte

Die Ursprünge der Seefahrt reichen über 1.200 Jahre zurück und wurden von bedeutenden Seeleuten geprägt. Diese umsegelten in der Blütezeit zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert die Weltmeere, erlebten große Abenteuer und machten große Entdeckungen und Eroberungen. „Wer an der Küste bleibt, kann keine neuen Ozeane entdecken“, besagt ein berühmtes Zitat des Seefahrers Ferdinand Magellan, nach dem die Magellanstraße benannt wurde. Auch der Name Christoph Kolumbus dürfte jedem geläufig sein. Er entdeckte zufällig Amerika und war der festen Überzeugung, es handele sich dabei um Indien. Auch Captain James Cook, der für seine Entdeckungsreisen mit der „Endeavour“ und das Kartografieren zahlreicher Gebiete unserer Erde bekannt wurde, ist eine Berühmtheit der Seefahrer-Geschichte.

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Der Arbeitsalltag moderner Kapitäne

Andreas Greulich

Andreas Greulich

Die Kreuzfahrtkapitäne der heutigen Zeit gehen weniger auf Entdeckungsreisen. Zwar kommen sie an Bord der schwimmenden Hotels viel um die Welt, der Arbeitsalltag ist jedoch vollgepackt und es bleibt wenig Zeit für ausgiebige Landgänge, bei denen sie die Welt erkunden und die Seele baumeln lassen können. Auch die Art und Größe der Schiffe, die von erfahrenen Kapitänen gelenkt werden, haben sich mit der Zeit verändert. Die historischen Seefahrer waren hauptsächlich auf Segelschiffen unterwegs, während Kreuzfahrtschiffe erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts populär wurden. Stand eine Kreuzfahrt damals für Luxus, den sich nur wohlhabende Leute leisten konnten, gibt es heute erschwinglichere Angebote für jedermann – und entsprechend viele große Schiffe.

Kreuzfahrtkapitän als Anführer der Crew

Am Ursprung des Wortes Kapitän kann man die Hauptaufgabe eines solchen erkennen: Der Begriff geht auf das lateinische Wort „caput“ („Kopf“, „Haupt“) beziehungsweise die abgeleitete Form „capitaneus“ zurück, was nichts anderes als „Anführer“ heißt. Der Kapitän eines Schiffes, auch Schiffsführer oder Nautiker genannt, ist tatsächlich in erster Linie eine Führungspersönlichkeit. Er hat die oberste Befehls- und Entscheidungsgewalt über das Schiff und alle Personen an Bord, die er sicher ans Ziel bringen muss. Diese Aufgaben leiten sich aus §479 Abs. 1 HGB ab, wonach der Kapitän befugt ist, „für den Reeder alle Geschäfte und Rechtshandlungen vorzunehmen, die der Betrieb des Schiffes gewöhnlich mit sich bringt.“

Sie möchten die schwimmenden Hotels von TUI Cruises kennenlernen? Auf einer Übersichtsseite haben wir Ihnen die wichtigsten Eigenschaften der einzelnen Flottenmitglieder zusammengestellt und verraten Ihnen, welche Freizeitmöglichkeiten an Bord auf Sie warten.

Vielfältige Aufgaben und Anforderungen

Ein Schiffsführer ist also weit mehr als ein Fachmann, der sich mit der gesamten Schiffstechnik, dem Navigieren, den Gefahren auf hoher See und der Meteorologie auskennt. Er ist ein Allround-Manager, der für die gesamten Planungs- und Überwachungsabläufe, Sicherheitsvorkehrungen, Ladungsvorgänge und diverse administrative Aufgaben verantwortlich ist. Dass man für diesen Beruf echte Leidenschaft, ein sicheres Auftreten sowie ein hohes Selbstbewusstsein, Selbstständigkeit und Einsatzbereitschaft benötigt, erklärt sich von selbst. Kreuzfahrtkapitäne eines Schiffes mit mehreren Tausend Menschen an Bord sollten außerdem psychische Stärke besitzen. Sie sind nämlich diejenigen, die für jedes Fehlverhalten oder Unglück in Zusammenhang mit dem Schiff zur Rechenschaft gezogen werden. Nicht zuletzt muss ein Schiffskapitän einwandfreies Englisch beherrschen, um mit einer internationalen Crew sowohl an Bord als auch über Funkverkehr kommunizieren zu können.

Der lange Weg zum Traumberuf Kapitän

Nach vielen Jahren Studium und Berufspraxis endlich das nautische beziehungsweise technische Patent in den Händen zu halten und von der Reederei zum Kapitän ernannt zu werden – diesem Moment fiebern viele junge Menschen, die ihr Nautik-Studium erfolgreich beendet haben, jedes Jahr entgegen. Doch so einfach ist es nicht, die Lizenz zu bekommen, die einem das Navigieren und Managen eines Passagierschiffes gestattet.

Auch heute ist die Seefahrt noch immer eine Männer-Domäne. Von tausend Kapitänen ist laut Statistiken gerade einmal einer weiblich. Nicole Langosch war bei ihrer Berufung die erste Deutsche Kapitänin auf einem Kreuzfahrtschiff.

Zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Karrierelaufbahn zum Kapitän zu beschreiten. Eine gute Basis bildet die Ausbildung zum Schiffsmechaniker. Zudem ist man klar im Vorteil, wenn man früh Praktika an Bord eines Schiffes absolviert. Durch ein Nautik-Studium an einer Fachhochschule oder an einer Schule für Seefahrt kann man sich weiter spezialisieren und die nötigen Befähigungszeugnisse zum Führen von Frachtschiffen, Passagierschiffen und so weiter erhalten.

Praxiserfahrung ist wichtig

Die praktische Ausbildung der angehenden Kapitäne erfolgt üblicherweise auf Fracht- und Handelsschiffen, seltener auf Kreuzfahrtschiffen. Mit Abschluss des Studiums erhalten die Absolventen das nautische beziehungsweise technische Patent, welches ihnen die Fahrlizenz bestätigt und es ihnen ermöglicht, als nautischer Wachoffizier auf einem Schiff zu arbeiten. Die Erfahrung der jeweiligen Person entscheidet darüber, wie lange die Fahrtzeiten sind, die erbracht werden müssen, um zum 1. Offizier und letztendlich zum Kapitän ernannt werden zu können. Dies ist übrigens nur möglich, nachdem man von einem befugten Arzt auf Seediensttauglichkeit geprüft wurde.

Mein Schiff Kapitän im Porträt: Todd Burgman

Bei Todd Burgman hat es einiger Seewege bedurft, bis er erster Mann der Mein Schiff Flotte wurde: Sein Masterstudium in Engineering absolvierte er an der Universität von Nebraska. Anschließend folgten zahlreiche Stationen und Positionen auf verschiedenen Kreuzfahrtschiffen, Expeditionsschiffen und luxuriösen Segelyachten. Erst seit 2014 ist er Teil der TUI Cruises Familie.

Nichtsdestotrotz hat er in den vergangenen Jahren mehrere Mitglieder der Mein Schiff Flotte gesehen: Bei der Indienststellung der Mein Schiff 3 hat er als Staff Captain unter Kapitän Holm mitgewirkt. Danach hat er die Mein Schiff 1 als Kapitän geführt. Mittlerweile (Stand: Mai 2020) hat er das Kommando auf der Mein Schiff 4 übernommen.

Todd Burgman

Mein Schiff Kapitän Todd Burgman

Wenn Todd Burgman mal nicht auf der Brücke steht, dann ist der Amerikaner im Fitnessraum zu finden. Oder er genießt seinen persönlichen Wohlfühlmoment in der Sauna mit Blick auf das Meer. Immer wieder kommt er auch mit den Gästen an Bord ins Gespräch, da ihm ihre Meinung besonders wichtig ist. „Wenn die Gäste unser Schiff, den Service an Bord und die Crew loben – dann bin ich besonders stolz“, verriet der Kapitän.

Haben Sie schon einmal vom sogenannten "Shanty" gehört? Dabei handelt es sich um eine Liedgattung, die aus der Seefahrt stammt. Was genau es damit auf sich hat, erfahren Sie in unserem Beitrag Shanty im Fokus.

Zusammenfassung

Der Beruf des Kapitäns ist hoch angesehen und wird von vielen bewundert. Für viele gilt er sogar als Traumberuf. Doch die wenigsten wissen, wie hart die Ausbildung zum Kapitän und der Arbeitsalltag als Schiffsführer wirklich sind. Der moderne Kapitän eines großen Schiffes hat unterschiedliche Aufgaben, die er zum Teil unter Zeitdruck erledigen muss. Da bleibt kaum Luft für abenteuerliche Landgänge oder Entspannung mit Blick aufs Meer. Die hohe Verantwortung für den reibungslosen Ablauf an Bord, die Kommunikation mit den Zielhäfen, die Sicherheit der Menschen an Bord und die Leitung der Crew gehören zu den alltäglichen Aufgaben eines Schiffsführers. Zwar hat ein Kapitän die Möglichkeit, mehrere Monate am Stück Urlaub zu nehmen. Jedoch befindet er sich auch lange Zeit ohne nennenswerte Unterbrechung auf hoher See und ist somit weit weg von Familie und Freunden. Und dennoch: Der Beruf des Schiffskapitäns verspricht einen Arbeitsplatz mit traumhaften Aussichten.

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