Lenas Eltern im Orient
  • Reiseberichte

Bezaubernder Orient: Dubai mit Katar

Die Eltern unserer Kollegin Lena sowie ein befreundetes Ehepaar sind dem winterlichen Wetter entflohen und der Sonne entgegen gereist: Mit der Mein Schiff 5  haben sie eine märchenhafte Woche erlebt und dabei tolle Ziele entdeckt, wie dieser Reisebericht zeigt.

Reisezeit:
3.12. bis 11.12.2017
Route & Schiff:
Dubai mit Katar
Routenverlauf:
Dubai, Doha, Manama, Seetag, Abu Dhabi, Dubai
Lieblingsgetränk:
Aperol, Pina Colada
Reisehighlights:
Burj Khalifa, Scheich-Zayid-Moschee

Andere Länder, anders verlaufender Check-in

Bereits sonntags ging die Reise los: Manfred, Theresia, Gerhard und Hildegard starteten von Hamburg aus gen Osten und mit dem Sonnenaufgang landeten sie am Montagmorgen in Dubai. Die Aufregung und Vorfreude waren riesig, schließlich bietet der Orient eine bunte Mischung aus Moderne und Vergangenheit, aus Innovation und Tradition.

Schon während des Transfers vom Flughafen zum Schiff konnte die Gruppe einen ersten Eindruck von der Wüstenstadt gewinnen. Am Hafen angekommen, wollten sie zum obligatorischen Check-in, jedoch mussten sie vorerst durch die Immigration, eine Passkontrolle. Circa fünf traditionell in weiß gekleidete Männer kontrollierten die Reisepässe, musterten die Reisenden und gaben schließlich ihr Einverständnis zum Einchecken. „Da hatte man schon ein mulmiges Gefühl“, fasst Theresia den Ablauf zusammen. Endlich an Bord der Mein Schiff 5  angekommen, starteten die Vier ihren Wohlfühlurlaub mit einem Sektfrühstück im Bedienrestaurant Atlantik-Klassik.

Hoch hinaus in Dubai: das höchste Gebäude der Welt

Khalifa

Lange ausruhen stand an diesem Tag nicht auf dem Programm, denn Manfred hatte bereits eine Woche vor der Reise Tickets für das höchste Gebäude der Welt, den Burj Khalifa, gebucht. Als die Gruppe aus dem Hafenterminal trat, erwartete sie eine hupende Taxischlange, die um Kunden buhlte. Ohne, dass sie sich bewusst dafür entschieden, bot ein Taxifahrer seine weiße Limousine an. Bei Theresia kamen Zweifel, ob es eine gute Idee wäre, dort einzusteigen. Ihrer Intuition folgend, entschied sich die Gruppe gegen die Fahrt mit der Limousine und stieg in ein klassisches, gelbes Taxi. Wie sich später herausstellen sollte, eine gute Idee, denn die schwarzen beziehungsweise weißen Taxen waren ein Vielfaches teurer, als die gelben.

Die Tickets für den Besuch des Burj Khalifas können ganz einfach über die offizielle Website gebucht werden. Anschließend wird eine E-Mail mit allen Infos und einem QR-Code versendet, die unbedingt ausgedruckt werden muss. Diesen Ausdruck zeigt man im Gebäude vor, Mitarbeiter scannen den Code und man erhält Zutritt.

Die Taxifahrt verging wie im Flug, denn unzählige Eindrücke prasselten auf die vier Reisenden ein: Baustellen, riesige Hochhäuser, verschiedene Gerüche, unzählige Menschen. Die Faszination stieg noch weiter, als sie endlich vor dem höchsten Gebäude der Welt standen. Der Burj Khalifa mit einer Gesamthöhe von 828 Metern schien so gigantisch, dass man die Spitze am Ende nur noch erahnen konnte. Mit der Buchungsbestätigung stellten sich die beiden Ehepaare in die Schlange und warteten darauf, nach oben fahren zu können. Der Fahrstuhl brachte sie binnen kurzer Zeit auf die 124. Etage. Oben angekommen erwartete sie ein traumhaftes Panorama über die Wüstenstadt. Nach einer Stunde machte sich die Gruppe wieder an den Abstieg, und als sie unten ankamen, war ihr Fazit eindeutig: „Es war sehr beeindruckend! Sowohl von unten als auch von oben!“

Neben dem Burj Khalifa befindet sich die Dubai Mall. Ein Shoppingparadies, das, wie vieles in Dubai, einer unglaublichen Größenordnung entspricht. Die Vier schlenderten durch die Mall, bestaunten den Aufbau und stießen plötzlich auf eine Eislaufbahn. Für die Urlauber ein seltsamer Anblick: „Irgendwie war das absurd: Draußen herrschten sommerliche Temperaturen und drin liefen die Menschen in dicke Winterjacken gehüllt Schlittschuh.“

Am späten Nachmittag kehrte die Gruppe zurück zum Schiff und ließ den Tag ruhig ausklingen. Die Reisenden zollten der lange Anreise und den vielen neuen Eindrücken Tribut, sodass Manfred, Theresia, Gerhard und Hildegard am Abend todmüde in ihre Betten fielen.

Entspannung, Auslaufen und ein traditioneller Souk

Nach einem leckeren Frühstück am nächsten Morgen folgte der entspannte Teil des Mein Schiff   Urlaubs: Auf die Liegen legen und die Sonne genießen! Mittags folgte die Seenotrettungsübung, da das Wohlfühlschiff den Hafen Dubais erst heute, am zweiten Tag, verließ. Von den Sonnenliegen aus beobachteten die Urlauber das Ablegen und sahen zu, wie sich die Mein Schiff 5   immer weiter vom Festland entfernte.

Der weitere Tagesverlauf zeichnete sich durch einen Wechsel zwischen Faulenzen, Essen und Trinken aus, denn dank des Premium Alles Inklusive-Konzepts muss man sich in Bord keinerlei Gedanken über die Bordrechnung machen.

Doha
Doha

Der nächste Hafen, den sie erreichten, war Doha in Katar. Bereits am Morgen brachen Hildegard, Theresia, Gerhard und Manfred auf, um das Land, das die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 austragen wird, näher zu erkunden. Mit einem kostenlosen Shuttle wurden sie aus dem Hafen gebracht, anschließend spazierten sie durch einen Park an der Uferpromenade entlang in Richtung Stadtzentrum. Dort erwartete sie ein traditioneller Souk, ein Markt, der sich komplett von den ersten Eindrücken Dubais unterschied. Alte Häuser und kleine Gassen boten Platz für etliche Marktstände, die verschiedene Gewürze, Spielzeuge und Tiere anboten. Unsere Urlauber waren angenehm vom Marktbesuch überrascht, denn niemand lief ihnen nach, versuchte Produkte zu bewerben oder sie vom Kauf zu überzeugen. Zum Mittagessen ging es wieder zurück aufs Schiff und der restliche Tag wurde entspannt an Bord verbracht.

Ölquellen und heiße Reifen

Bahrain
Bahrain

Nächster Tag, nächster Hafen: Am Morgen des vierten Tages erreichte die Mein Schiff 5  Manama in Bahrain. Bahrain ist ein Königreich, dass aus 33 Inseln besteht und bei Motorsportfans bekannt ist, denn es findet einmal im Jahr ein Formel-1 Rennen in Sakhir statt. Manfred und Gerhard verfolgen den Motorsport schon seit Jahren und sind passionierte Formel-1-Fans. Klar, dass die beiden die Rennstrecke besichtigen wollten, also buchten sie den TUI Ausflug „Erst kam das Öl, dann die Formel 1“. Bereits morgens ging es los und die Männer erfuhren einige Hintergrundfakten zur Erstentdeckung des Öls in Bahrain im Jahr 1932. Anschließend fuhren sie zur ersten Formel-1-Strecke des Orients. Dort gab es einen geführten Rundgang, bei dem die Teilnehmer den Kontrollraum, den VIP Tower und die Haupttribüne besuchten.

Während die Männer im Motorsporthimmel schwebten, fuhren die Frauen mit einem Shuttle vom Hafen nach Manama, die Hauptstadt Bahrains. Dort schlenderten sie über einen Gold- sowie Gewürzsouk, bestaunten die handgefertigte Ware und kauften ein paar Gewürze ein. „So ein Souk ist wie eine andere Welt.“, erzählt Theresia im Nachhinein. „Dass wir dort mit Euro bezahlten konnten, hat uns allerdings schon überrascht.“

Weihnachtsmarkt

Zum späten Mittagessen trafen sich die vier Urlauber wieder an Bord und erzählten von ihren Erlebnissen. Am Abend fand ein Kontrastprogramm zum Vormittag statt: Weihnachtsmarkt auf dem Pooldeck mit Glühwein und Plätzchen. Bei „frischen“ 18 Grad Außentemperatur und einsetzendem Fahrtwind fröstelte es unsere Reisenden zusehends, sodass sie sich in eine der vielen Bars flüchteten.

Seetag und Swarovski-Moschee

Der folgende Tag war ein Seetag. Ideal, um auszuschlafen und ganz gemütlich in den Tag zu starten. Das hatte jedoch zur Folge, dass nach dem Frühstück alle Sonnenliegen belegt waren und sich Theresia, Hildegard, Manfred und Gerhard unter eine Überdachung legen mussten. Kurz darauf zogen immer mehr Wolken auf und der Himmel verdunkelte sich mehr und mehr. Als es dann plötzlich zu tröpfeln anfing, waren unsere vier Urlauber gar nicht mehr so traurig, dass sie keine Liegen in der Sonne ergattern konnten. Seelenruhig beobachteten sie die vor dem Regen flüchtenden Passagiere, während sie weiterhin entspannt liegen blieben. Als es ihnen dann doch zu kalt und ungemütlich wurde, zog es die Gruppe auf die Sofas in der Himmel & Meer Lounge, wo sie sich prompt ins Land der Träume verabschiedeten – der einschläfernden Wirkung der sanften Wellenbewegungen konnten sie nicht entfliehen.

Moschee

Am Abend erreichte die Mein Schiff 5  die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate: Abu Dhabi. Einer Empfehlung folgend buchten die vier Urlauber den von TUI Cruises angebotenen Ausflug „Abu Dhabi und Besuch der Moschee“. Am nächsten Morgen startete der Ausflug bereits um 8 Uhr, ausschlafen war an diesem Tag also passé. Wichtig bei diesem Ausflug war, dass sich Frauen komplett verhüllen. Das bedeutet, dass Arme, Dekolleté, Kopf und Beine völlig bedeckt sein mussten.

Khalifa
Khalifa

Leichte Kleidung, die Haut durchschimmern lässt, war generell nicht gestattet. „Sobald wir aus dem Bus ausgestiegen sind, mussten wir uns verhüllen und die Wächter haben sehr genau darauf geachtet. Eine Frau hatte ein zu kurzes Oberteil an, sodass ihr der Zutritt verweigert wurde. Erst als ihr Mann ihr seine Jacke lieh, durfte sie das Gelände betreten“, erzählt Theresia rückblickend im Gespräch. Männer hingegen konnten in langer Hose und Hemd oder T-Shirt die Moschee betreten.

Die Scheich-Zayid-Moschee ist nach dem ersten Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate benannt und ist die achtgrößte der Welt. 40.000 Gläubige können dort gemeinsam auf einem 5.627 Quadratmeter großen, handgeknüpften Teppich beten. Imposant sind die sieben Kronleuchter, die aus Deutschland importiert wurden und mit Tausenden Swarovski-Kristallen gestaltet wurden. Manfred, Theresia, Hildegard und Gerhard waren fasziniert von der Größe und der imposanten Ausgestaltung der Anlage und würden die Besichtigung jedem empfehlen, der nach Abu Dhabi reist.

Zurück in Dubai und Heimreise

Mall

Gegen 13 Uhr am nächsten Tag erreichte die Mein Schiff 5  Dubai, den Ort, wo die Reise begonnen hatte. Da die Metropole noch mehr zu bieten hat als den Burj Khalifa, machten sich unsere Urlauber wieder auf den Weg in die City. Ziel war noch einmal die Dubai Mall, wo sie das riesige Aquarium und Wasserfälle, die in einen künstlich angelegten Abgrund stürzten, entdeckten. Highlight des Ausflugs waren aber die Wasserspiele von Dubai. Während drei Minuten wurde eine Show der Extraklasse gezeigt, Wasserfontänen schossen im Takt der Musik nach oben und verschmolzen zu einer Art Tanz.

Langsam neigte sich somit auch der letzte Abend der Reise dem Ende zu und bereits am nächsten Morgen gegen 4 Uhr in der Früh klingelte der Wecker. Ein letztes, kurzes Frühstück und dann hieß es Abschiednehmen von einem tollen Schiff, einer sehr zuvorkommenden Crew und dem facettenreichen Orient.

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