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Und ne Buddel voll Rum – Liedgattung Shanty im Fokus

Einige Seemannslieder sind auch an Land bekannt. Das beste Beispiel dafür ist der englischsprachige Song „Drunken Sailor“, dessen erste Textzeile „What shall we do with the drunken sailor?“ sowie Melodie auch den meisten Landratten geläufig ist. Was viele nicht wissen: Gesungen wurde früher auf Schiffen meistens nicht zur Unterhaltung oder beim Genuss einer „Buddel voll Rum“. Die Lieder halfen stattdessen den Matrosen, ihre Arbeit im richtigen Rhythmus auszuüben. Zudem war eine gute Stimme für einige Kapitäne ein Aufnahmekriterium bei neuen Crewmitgliedern.

Im Rhythmus: Singen half bei der Koordination der Arbeit an Bord

Die Fachbezeichnung für ein traditionelles Arbeitslied von Matrosen lautet „Shanty“. Der Begriff leitet sich wahrscheinlich von dem englischen Wort „chant“, also „rufen“ oder „skandieren“, ab. Erstmals erwähnt wurden die Arbeitslieder im 15. Jahrhundert. Allgemein kann zwischen drei Arten von Shantys unterschieden werden:

  • Shantys für den Arbeitszweck "Ziehen"
  • Shantys für den Arbeitszweck "Drücken"
  • Shantys für die Freizeit

Innerhalb dieser Kategorien gibt es weitere, arbeitsspezifische Aufteilungen. So gab es beispielsweise Lieder, die nur beim Lichten des Ankers oder beim Einholen einer Leine mit beiden Händen gesungen wurden.

Die meisten überlieferten und teilweise heute noch bekannten Shantys stammen aus Großbritannien, da das Britische Weltreich in der Hochzeit der Arbeitslieder im 19. Jahrhundert die führende Seefahrernation war. Da die Besatzung auf englischen Schiffen allerdings meistens nicht nur aus Engländern, Iren, Schotten und Walisern bestand, sind die Texte vieler Shantys aus mehreren Sprachen zusammengesetzt und ergeben in vielen Fällen nur wenig Sinn. Das tat der Funktion der Lieder jedoch keinen Abbruch: Im Vordergrund standen vor allem das durch das gemeinsame Singen erzeugte Gemeinschaftsgefühl, die Motivation der Crew und der durch das Shanty vorgegebene Rhythmus.

Aufnahmeprüfung: Gesangseinlage beim Anheuern

Da ein Matrose an Bord eines Schiffs mit viel Gesang zu rechnen hatte und von jedem Seemann erwartet wurde, dass er sich am Singen der Shantys beteiligte, legten einige Kapitäne besonderen Wert auf die Gesangsstimme ihrer neuen Crewmitglieder. Herman Melville, der Autor des Literaturklassikers Moby Dick, schrieb in seinem Roman Redburn: „Manche Kapitäne fragen einen Mann bevor sie ihn an Bord nahmen stets, ob er draußen an den Seilen singen könne.“ Matrosen mit besonders guten und kräftigen Gesangsstimmen konnten sich Hoffnungen auf die Position des „Shantyman“ machen. Der Shantyman war derjenige Sänger an Deck, der die Lieder anstimmte und bei sogenannten „Call-and-Response-Shantys“ die arbeitende Crew im Wechselgesang antworten ließ. Außerdem dachte er sich oft spontan neue Texte für die gesungenen Lieder aus und motivierte die Matrosen.

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Drunken Sailor: Wer den Text nicht kannte, dichtete ihn um

Eines der bekanntesten Shantys ist das noch heute gesungene „Drunken Sailor“, das erstmals 1839 in den USA erwähnt wurde. Es wurde von vielen Crews beim Einholen langer Leinen gesungen und durch seine Verbreitung immer mehr erweitert, denn eine offizielle Niederschrift des Liedtextes gab es bis 1891 nicht. So wurden die existierenden Strophen entweder umgedichtet oder das Lied spontan um weitere Textzeilen und Vorschläge, was denn nun mit dem betrunkenen Seemann zu tun sei, erweitert. Aufgrund seiner enormen Bekanntheit und Beliebtheit erlaubte sogar die britische Royal Navy das Singen von „Drunken Sailor“ an Bord – eine Besonderheit, da Gesang dort eigentlich strikt verboten war, um zu vermeiden, dass die Crew die durch Pfiffe übermittelten Kommandos überhörte.

Kein Shanty: Das bekannteste deutsche Seefahrerlied ist gar keins

Bei deutschsprachigen Seefahrerliedern kommt vor allem Schlagerfans schnell Scheus „Wir lagen vor Madagaskar“ in den Sinn. Dabei ist der Song gar nicht speziell für die Seefahrt gedichtet worden, sondern fand trotz der nautischen Thematik des Textes auch als sogenanntes Fahrtenlied an Land Verwendung. Stilistisch betrachtet ist „Wir lagen vor Madagaskar“ ein typisches Soldatenlied, da es einen dramatischen Text mit einer heiteren Melodie kombiniert, ein klassisches Seemannslied oder gar ein Shanty ist es jedoch auf keinen Fall.

Das Shanty lebt: Santiano, Dropkick Murphys und Chöre

Besonders in küstennahen Regionen sind Shanty-Chöre noch heute weit verbreitet. Sie bestehen fast immer vollständig aus Männern und treten entweder vor der einheimischen Bevölkerung oder als Touristenattraktion auf. Häufig findet in der modernen Musik auch eine Vermischung des Shantys mit anderen Genres statt: Vor allem in den letzten Jahren haben mehrere erfolgreiche Künstler aus der Pop- und Rockmusik Elemente des Shanty in ihre Songs eingebaut.

Die erfolgreichsten deutschen Vertreter der „Seefahrermusik“ sind Santiano, die nicht nur musikalisch und rhythmisch dem Shanty nahestehen, sondern auch in ihren Texten das Leben auf See und die Sehnsucht nach dem Meer beschreiben. Eines der, unter anderem durch seine Verwendung in zahlreichen Sportstadien der Welt, bekanntesten „modernen“ Seemannslieder ist „I’m Shipping Up To Boston“. Der Song der irisch-amerikanischen Band Dropkick Murphys enthält einige Shanty- und Folk-Elemente und erzählt die Geschichte eines Seemanns, der auf der Suche nach seinem Holzbein ist. So lebt das Shanty auch nach über 500 Jahren fort.

Auch TUI Cruises pflegt die alte Seemanns-Tradition. Sowohl an Land, beispielsweise bei der Feier zum Erstanlauf des Hafens Bremerhaven durch die Mein Schiff 5 im Jahr 2016, als auch bei besonderen Events auf See treten häufig Shanty-Chöre auf. Oft bestehen diese sogar aus „echten“ Seemännern und -frauen: So sang bei der Feier zur Erneuerung des Eheversprechens von Schlagersänger Klaus Baumgart (Klaus & Klaus) ein aus Crew-Mitgliedern bestehender Shanty-Chor sowohl Seemannslieder als auch Schlager wie den Klaus & Klaus Hit „An der Nordseeküste“. Wie sich die Crew der Mein Schiff Flotte auf ihren Auftritt an Bord vorbereitete, sehen Sie im folgenden Video:


Musikalisch geht es auch beim Auslaufen der Kreuzfahrtschiffe aus dem Hafen zu. Lesen Sie mehr zu den Mein Schiff Hymnen!


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